In den USA sind
alle klimatischen Extreme zu Hause: arktische Verhältnisse
in Alaska, tropische Bedingungen in Florida und Hawaii. Wüsten
sowie "ergiebige Regengebiete", Hurrikanes und Tornados
gehören ebenfalls zur Bandbreite. Sechs Klimazonen bestimmen
das Bild.
Das schlechteste Wetter der Welt?
Mit ihrer Liebe zum Superlativ lassen es sich die US-Amerikaner
natürlich auch nicht nehmen, auf ihrer Landkarte den Ort
mit dem schlechtesten Klima der Welt zu benennen: Den Mount
Washington in Neu England. Er ist 1917 Meter hoch und dank seiner
topographischen Lage extremen Klimaschwankungen ausgesetzt.
Auf dem Gipfel können Temperaturstürze von mehr als
40 Kelvin an einem Tag auftreten. Der Jahresdurchschnitt beträgt
nur -3 °C und an über 100 Tagen im Jahr erreichen die
Windgeschwindigkeiten Hurricanestärke (d.h. über 120
km/h). Am 12. April 1934 wurde hier die höchste natürliche
Windgeschwindigkeit Außerhalb eines Tornados gemessen.
Sie betrug 372 km/h.
Doch zu den Vorteilen des amerikanischen Klimas gehören
zum Beispiel eine Skisaison mit sechs Monaten feinsten Pulverschnees.
Und Sie finden zu jeder Jahreszeit einen Ort, der Ihren Wunsch
nach Sonne und Wärme, fernab vorwitziger Regentropfen,
erfüllt. Zwischen den Extremen liegen gemäßigte
Zonen, wie geschaffen für Ihren Aktiv-Urlaub.
Der Pazifische Westen
Im pazifischen Westen sind die Winter niemals kalt, dafür
ist es das ganze Jahr über relativ feucht. Die Jahresniederschlagsmenge
reicht über 1000 mm und erreicht Spitzenwerte von 2500mm.
In den der Rock Mountains kommt es ganz darauf an, wo Sie
sich befinden. Orte, die im Lee des Gebirges liegen, haben
nur 1/10 der üblichen Niederschlagsmengen.
Der Kontinentale und Atlantische Osten
Von den westlichen Küstengebirgen gen Osten liegt das
Land bis zum 100 Längengrad alles im Trockenen. Hier
befinder sich die Mojave- und Sonora Wüste, die weniger
als 200mm Jahresniederschlag erhalten, sowie das Große
Becken (Great Basins) und das berüchtigte Death Valley.
Dort fallen im Jahr nur 40mm Niederschläge vom Himmel.
Der Rest dieser Gebietes zählt mit Niederschlagsmengen
zwischen 200mm und 500mm zu den semiariden Zonen. Der Chinook
läßt vor allem Münchner sich hier heimisch
fühlen. Der bekannte Föhn saugt als warmer Fallwinde
weitere Feuchtigkeit auf.
Feuchter wird es jenseits der 100 Grad westlicher Länge.
Die Jahresniederschläge steigen auf 500mm bis 1250mm
an. Dabei regnet es meist im Frühjahr und Sommer. Die
mittleren Temperaturen liegen im Zentrum des Kontinents etwa
im gleichen Bereich wie an der Küste. Jedoch sind die
differenzen stärker ausgeprägt. Hier können
im Januar nahe der kanadischen Grenze Mittelwerte um –15°
C erreicht werden, wobei die Temperaturen durchaus auf –
40° C sinken können. Andererseits können sie
im Sommer bis 38° C klettern. An der Pazifikküste
liegen die Vergleichswerte auf dem gleichen Breitengrad bei
4° C und 20° C.
Nur in der Südspitze Floridas treffen Sie auf ein feuchtwarmes
Tropenklima. Selbst im kühlsten Monat liegt die Durchschnittstemperatur
über 18° C. Allerdings kann es bei einem extremen
Südvorstoß polarer Kaltluft durchaus vorkommen,
dass die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken. Die durchschnittliche
Niederschlagsmenge von 1500mm verteilt sich auf das ganze
Jahr.
Das Neuenglandklima
In den Neuenglandstaaten herrscht, trotz der Lage am Atlantik
kontinentales Klima. Das bedeutet kalte Winter und feucht-heiße
Sommer. Die kalten Westwinde verhindern den Einfluss der warmen
Atlantik-Luft. Drei unterschiedliche Luftmassen beeinflussen
die Neuenglandstaaten: Kalte, trockene Luftmassen aus dem
nördlichen innerkontinentalen Bereich. Ein thermisches
Hochdruckgebiet über Kanada erzeugt dabei extrem kalte
Winter. Es ist ebenfalls mitverantwortlich für schwere
Schneestürme, den s.g. Blizzards. Warme und feuchte Luftmassen
aus dem Golf von Mexico. Sie sind zum Beispiel bestimmen die
schwülen Sommer (New York) und den Indian Summer). Die
feuchte, kühle Luft aus dem Atlantik spielt nur eine
kleine Rolle und sorgt an den Küsten und auf den Inseln
für ein maritimen Charakter.
Außerdem bestimmen zwei Meereströmungen das Klima
der Neuenglandstaaten. Der warme Golfstrom, mit Temperaturen
zwischen 26° C und 28° C (im Spätsommer) trifft
in der Höhe von Neuengland auf den kühlen Labradorstrom
(auch Neufundlandstrom genannt). Das genaue Mischungsgebiet
reicht dabei von Cap Hatteras bis Nantucket Island. Dadurch
wird die Küste häufig in Nebel getaucht.
Das Gebiet weist eine hohe, gleichmäßig verteilte
Niederschlagsmenge auf. Auf ca. 140-160 Niederschlagstage
im Jahr verteilen sich etwa 1000mm bis 1200mm Feuchtigkeit.
Einen wolkenlosen Himmel können Sie vorallem im Frühjahr
und Herbst erleben.
Fast alle Sturm- und Frontalzonen die ostwärts über
den Kontinent ziehen, passieren die Neuenglandstaaten. Durch
das Zusammentreffen der kalten Luftmassen aus Kanada und der
warmen Luftmassen aus dem Golf von Mexico bilden sich oft
Stürme. Zusatzlich ziehen heftige Winde die atlantische
Küste nach Norden hoch. Neuengland liegt im "hurricane
belt" . Schwere Tropische Wirbelstürme können,
wenn auch selten, die Neuenglandstaaten erreichen. Im Winter
besteht die Gefahr von schweren Schneestürmen (Blizzards),
die ganze Regionen lahmlegen können. Tornados sind selten
und treten meist in ländlichen Gebieten auf.
Quelle: DERTOUR.
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