Anreise: Die
großen Airlines fliegen in Amerika vor allem die wichtigen
Knotenpunkte an: New York, Atlanta, Chicago, San Francisco,
Los Angeles. Dort muss man dann umsteigen, um weiter zu anderen
Städten zu fliegen. Die Flugzeit in den Osten der USA beträgt
ca. 7 bis 10 Stunden, in den Westen 10 bis 11 Stunden. Preise:
je nach Saison und Ziel 400-1200 Euro. Erkundigen Sie sich im
Reisebüro nach Sondertarifen.
Vor der Landung müssen im Flugzeug die Formulare für
Einreise (immigration) und Zoll (customs) ausgefüllt werden.
Wichtig: Bei Umsteigeflügen werden alle Einreiseformalitäten
bereits am ersten Flughafen in den USA erledigt. Dazu holen
Sie das Gepäck an der Baggage Claim Area ab, bringen es
durch den Zoll und können es dann wieder am Connecting
Baggage Counter für den Weiterflug abgeben.
Nahe der Gepäckausgabe findet man an allen Flughäfen
die ground transportation: Schalter der Mietwagenfirmen, Taxis
und oft auch Shuttle-Busse, die entweder kostenlos als Zubringer
zu Hotels fahren oder als Sammeltaxi, wie z. B. »Super-Shuttle«,
für 10-20 Dollar jede gewünschte Adresse im Stadtbereich
ansteuern.
Auskunft: Ein offizielles Fremdenverkehrsamt für
die gesamten USA gibt es nicht, in Reisebüros oder im
Internet ist jedoch eine Liste der in Deutschland vertretenen
US-Bundesstaaten und -Großstädte zu erhalten. Diese
versenden auf Anfrage Landkarten und Infomaterial. Service-Tel.
0700/84 74 88 72, www.vusa-germany.de
Vor Ort helfen die staatlichen Tourism Offices, die Visitor
Centers der größeren Städte und - in den kleinen
Orten - die Chambers of Commerce weiter. Meist findet man
an den Flughäfen und an den Staatsgrenzen entlang der
Autobahnen gut ausgestattete Welcome Centers, die bei der
Routenplanung und der Wahl der Unterkunft behilflich sind.
Auto: Die Höchstgeschwindigkeit beträgt
auf den Landstraßen meist 55 Meilen/h (88 km/h), in
Orten 35 Meilen/h (50 km/h). Auf den Autobahnen gelten 65-75
Meilen/h (105-120 km/h). Anschnallpflicht.
Die Verkehrsregeln gleichen denen in Europa. Ausnahmen: An
Ampeln darf man auch bei Rot nach rechts abbiegen, auf Autobahnen
auch rechts überholen. Schulbusse mit blinkender Warnanlage
dürfen dagegen überhaupt nicht passiert werden -
auch nicht aus der Gegenrichtung. Außerdem gibt es so
genannte 3-way- oder 4-way-stops, Kreuzungen mit Stoppschildern,
an denen jedes Fahrzeug halten muss. Wer zuerst gehalten hat,
darf auch zuerst wieder weiterfahren.
Der amerikanische Automobilclub AAA hilft auch Mitgliedern
ausländischer Clubs (Mitgliedsausweis mitbringen!).
Camping: Die schönsten Campingplätze sind
meist die öffentlichen: Sie sind naturnah an Seen und
in Nationalparks gelegen, mit Feuerstelle, Holzbänken
und Waschgelegenheiten einfach ausgestattet, und die Übernachtung
kostet 5-20 Dollar. Private, oft recht luxuriös ausgestattete
Plätze mit heißen Duschen, Pool und Laden finden
Sie am Rand der Städte und der Parks (Preise ca. 10-35
Dollar). Für viele Nationalparks müssen Sie bis
zu fünf Monate vorab Campingplätze per Kreditkarte
reservieren: Tel. 001/800/365-22 67 , http://reservations.nps.gov;
Buchung von State Parks unter www.reserveamerica.com. Wildes
Campen ist (außer in den Parks) nicht verboten, wird
aber in besiedelten Gebieten nicht gerne gesehen.
Ihr Wohnmobil sollten Sie schon mehrere Monate vorab von Deutschland
aus buchen.
Deutsche Botschaft:
4645 Reservoir Rd. NW, Washington, D.C., Tel. 202/298-81 40,
Fax 298-42 49, www.germany-info.org
Österreichische Botschaft:
3524 International Court NW, Washington, D.C., Tel. 202/895-67
00, Fax 895-67 50, www.austria.org
Schweizer Botschaft:
2900 Cathedral Ave. NW, Washington, D.C., Tel. 202/745-79
00, Fax 387-25 64, www.swissemb.org
Konsulate und Honorarkonsulate aller drei Länder gibt
es in zahlreichen Metropolen.
Gesundheit: Die ärztliche Versorgung in den USA
ist sehr gut - und sehr teuer. Daher sollten Sie unbedingt
eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Medikamente
gibt es in der pharmacy und im drugstore - beide sind oft
rund um die Uhr geöffnet.
Internet: Amerika als Geburtsland des Internets ist
bis in die hintersten Ecken gut vernetzt - häufig sogar
mit Breitbandtechnik. Viele Hotels bieten Ethernet-Anschluss
im Zimmer oder im Business-Center. Kostenpunkt: 10-15 Dollar
pro Tag. Günstiger sind mit 1-2 Dollar für zehn
Minuten zum E-Mail-Abfragen die zahlreichen Webcafés,
Coffeeshops oder Büroläden wie Kinko's mit Web-Zugang
(häufig auch W-Lan-Technologie).
Einige empfehlenswerte Internetadressen zu Amerika, speziell
für »Einsteiger«:
- www.us-botschaft.de
- www.mapquest.com
- www.usa.de
- www.seeamerica.org
- www.usacitylink.com
- www.nps.gov
- www.north-america.de
- www.usa.tipps.com
Jugendherbergen: Die Häuser der American Youth
Hostels (AYH) kosten pro Nacht 8-25 Dollar. Das Netz ist lange
nicht so dicht wie in Europa, aber man findet in vielen größeren
Städten und in manchen Nationalparks Herbergen. Verzeichnis
im Buchhandel oder unter www.hiusa.org
Maße und Gewichte:
- 1 inch = 2,54 cm
- 1 foot = 30,48 cm
- 1 mile = 1,6 km
- 1 acre = 0,4 ha
- 1 gallon = 3,79 l
- 1 pound = 453,6 g
Temperaturen lassen sich so umrechnen: Fahrenheit minus 32
mal 5 dividiert durch 9 ergibt Celsius. Das bedeutet: 0 °C
= 32 °F, 10 °C = 50 °F, 20 °C = 68 °F,
30 °C = 86 °F, 40 °C = 104 °F.
Bekleidung: Bei Damen entspricht US-Größe 4 der
deutschen Größe 34, 6 = 36, 8 = 38 usw.; bei Herren:
36 = 46, 38 = 48 usw.
Mietwagen: Zum Mieten eines Autos genügt der
nationale Führerschein, bei kleineren Firmen wird manchmal
auch der internationale Führerschein verlangt. Es ist
meist günstiger, den Wagen vorab im Reisebüro zu
buchen, dann sind Steuer und Versicherung inklusive. Auch
sollten Sie den Wagen möglichst am selben Ort zurückgeben,
da sonst hohe Rückführgebühren anfallen (nicht
innerhalb Kaliforniens und Floridas). Leihwagen sind vor allem
in Florida und Kalifornien recht preisgünstig (ab 50
Euro pro Tag bzw. 250 Euro pro Woche), und häufig sind
die gefahrenen Kilometer inklusive (unlimited mileage). Bei
der Anmietung vor Ort wird die Vollkaskoversicherung (loss/damage
waiver) separat mit 14-22 Euro pro Tag berechnet. Mindestmietalter:
21/25 Jahre je nach Bundesstaat.
Notruf: Fast überall in den USA gilt die Notrufnummer
»911«, die gebührenfrei von jedem Telefon
anwählbar ist. Im Zweifelsfall können Sie sich immer
an den operator wenden: »0« wählen.
Bus & Zug: Die Routennetze der Greyhound-Überlandbusse
und Amtrak-Züge sind für Sightseeing-Rundfahrten
viel zu weitmaschig, zumindest die größeren Orte
lassen sich aber gut erreichen. Auskunft über die Netzkarten
von Greyhound (Discovery Pass) und Amtrak (USA Railpass) bei
den Reisebüros oder im Internet: www.greyhound.com und
www.amtrak.com.
Post: Postämter haben Mo-Fr von 9 bis 17 Uhr
geöffnet, größere auch Sa von 9 bis 12 Uhr.
Das Porto für Luftpostbriefe nach Europa: 0,80 Dollar,
für Postkarten 0,70 Dollar.
Preise und Währung: Die Reisekasse sollten Sie
auf mehrere Zahlungsmittel verteilen: Etwas Bargeld für
die Ankunft, Reiseschecks in US-Dollar für die täglichen
Ausgaben (sie werden überall in Läden und Restaurants
akzeptiert, und man bekommt als Wechselgeld Bares zurück),
die EC-Karte und eine Kreditkarte (Visa, American Express
oder Eurocard) für größere Ausgaben und für
Notfälle. Kreditkarten werden überall in Hotels,
Restaurants, oft auch in Läden und an Tankstellen angenommen.
US-Banken lösen zwar - teils gegen Gebühr - Reiseschecks
ein, doch nur Großfilialen wechseln auch europäische
Währungen. Die können Sie meist nur in den Wechselstuben
der großen Flughäfen sowie (zu schlechtem Kurs)
in manchen großen Hotels tauschen. Tipp: US-Bargeld
bekommen Sie am besten und gegen geringe Gebühr per EC-Karte
und PIN direkt an den meisten Bankautomaten.
Währung ist der US-Dollar, der 100 Cents entspricht.
Es gibt Banknoten (bills) zu 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar
($) sowie Münzen (coins) zu 1 ¢ (penny), 5 ¢
(nickel), 10 ¢ (dime), 25 ¢ (quarter) und - selten
- 50 ¢ (half dollar). Vorsicht: Alle Dollarnoten sind
gleich groß, von gleicher grünlich-grauer Farbe
und differieren nur im Wert.
Steuern: In den meisten Staaten wird auf alle Einkäufe
eine Verkaufssteuer zwischen 4 und 7 Prozent aufgeschlagen.
Diese sales tax wird erst beim Kauf hinzugerechnet, ist also
z. B. auf der Speisekarte oder auf dem Preisschild im Laden
noch nicht berücksichtigt. Im Hotel wird teilweise eine
Übernachtungssteuer von einigen Prozent aufgeschlagen.
Beste Reisezeit und Wetter: Entsprechend den gewaltigen
Dimensionen des Lands herrschen ähnlich ausgeprägte
Klimaunterschiede wie zwischen Nordafrika und Schweden. Generell
ist die beste Reisezeit für die nördlichen Staaten
der Sommer - dann haben allerdings auch die Amerikaner Schulferien.
In den wüstenhaften Südwesten, nach Kalifornien
und in die Südstaaten, die im Hochsommer sehr schwül
sein können, reist man am besten im Frühjahr und
im Herbst. Da anders als in Europa eine Klimabarriere wie
die Alpen in Nordamerika fehlt, sind die Winter im Mittleren
Westen und in den Rocky Mountains meist weitaus kälter
als bei uns. Aber auch viel trockener - eine gute Voraussetzung
für den legendären Pulverschnee in den Bergen von
Utah und Colorado, der eine Skireise lohnt.
Strom: Netzspannung 110 V, 60 Hz. Einen Steckdosenadapter
für den (umschaltbaren!) Fön oder Rasierapparat
sollten Sie mitbringen.
Telefon: Alle Telefonnummern in den USA sind 7-stellig.
Bei Ortsgesprächen wählen Sie nur die Nummer. Davor
kommt für Anrufe in einer Großstadt mit mehreren
Vorwahlen eine 3-stellige Vorwahl, der area code, den Sie
auch bei Ferngesprächen vorwählen müssen, aber
mit einer »1« vorweg.
Ortsgespräche aus der Telefonzelle kosten 0,25-0,35 Dollar,
bei Ferngesprächen gibt nach dem Wählen eine Computerstimme
die Gebühr an. Vorsicht: Im Hotel werden oft horrende
Aufschläge berechnet.
Bei allen Telefonproblemen hilft der operator (»0«)
weiter, er vermittelt auch R-Gespräche (collect calls).
Eine andere Besonderheit sind die gebührenfreien Nummern
mit der Vorwahl 800, 866, 877 oder 888, über die man
Hotels oder Mietwagen reserviert.
Tri-Band-Handys aus Europa funktionieren auch in den USA -
aber meist nur in Ballungsräumen und gegen Aufpreis von
bis zu 2 Euro/Minute. Preiswerter sind für Anrufe aus
Telefonzellen oder vom Hotel aus die an Kiosken und in kleinen
Märkten erhältlichen Prepaid Phone Cards.
Vorwahl nach Deutschland 011-49, nach Österreich 011-43,
in die Schweiz 011-41, danach die Ortsvorwahl ohne die Null,
dann die Nummer. Vorwahl in die USA: 001.
Zoll: Pflanzen, Wurst, Obst und andere frische Lebensmittel
dürfen nicht eingeführt werden. Erlaubt sind pro
Erwachsenen 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 2 kg Tabak
sowie 1,1 l Spirituosen. Dazu Geschenke bis zu einem Wert
von 100 Dollar.
In die EU zollfrei eingeführt werden dürfen: 1 l
Alkohol über 22 Prozent; 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos
oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak; 50 g Parfüm oder 250
g Eau de Toilette sowie andere Artikel im Gesamtwert von ca.
175 Euro. www.zoll.de
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